Gala 13 wieder ein Volltreffer

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Jenaer Narren feiern größte Karnevalsparty der Stadt

ie 13.Jenaer Karnevalsgala Fotos Dieter Mögelin

Kurz vor Mitternacht trafen sich die Akteure des KVR, um gemeinsam auf einen gelungenen Abend anzustoßen. Die einzige Enttäuschung erlebten diejenigen, welche mit einer "Pleiten-Pech-und-Pannen-Show" gerechnet hatten. Die Zahl 13 sei eine närrische und damit eine Glückszahl, bemerkte Wolfgang Mende zu Beginn des mehr als vierstündigen Programmes. Gemeinsam mit seiner Partnerin Silvia Sänger führte er das närrische Publikum durch eine Show, die man durchaus als "Best of Jenaer Karneval" bezeichnen durfte.

Die Mitglieder des KVR steuerten, auch als Funkengarde der Jenaer Karnevalsgala, immerhin sieben Programmnummern mit einer Länge von ca. 45 Minuten bei. Mit einem Medley ihrer niederländischen Lieblingsband Chipz, starteten unsere jüngsten Mitwirkenden den Galareigen des KVR.

Hinter Gittern, der rockende Knast

Als Christiane in einem Lack-und-Leder Polizeioutfit den Knacki Norbert Comouth in Handschellen auf die Bühne zerrte, ging ein Raunen durch's Publikum. Passend zur Knast-Bütt, wurde von Jessi der "Jailhouse Rock" gesungen. Stilecht in gestreifter Sträflingskluft und hinter Gittern, performte sie die alte Elvis-Nummer, gemeinsam mit Funken-Band und Backgroundtänzern. Das Publikum wartete schon auf Jessis Karnevalsschlager: "Am Rosenmontag bin ich geboren".

Komm hol' den Degen raus

Der Höhepunkt an diesem Abend dürfte die Musketiershow gewesen sein. Gemeinsam mit Fechtern vom FSC-Jena wurden nicht nur rasante Fechtkämpfe in Szene gesetzt, sondern auch die Lachmuskeln kräftig strapaziert. Unser Narrensenator Conny wurde wieder zum Gitarrenrocker. Das monatelange Fechttraining hat sich für alle Beteiligten ausgezeichnet. Die Fechter machten durchaus eine gute Figur beim gemeinsamen Tanz auf der Bühne. Ein großes Dankeschön geht von dieser Stelle aus zu unseren Freunden vom FSC Jena. Nachdem die Musketiere ihre holden Damen aus den Händen der Schurken befreit hatten, konnte man etwas später dem dankbaren Publikum mit der Nummer "Fever", bei Außentemperaturen um minus 17°C, kräftig einheizen.

Prinzenrolle für Brautpaar des KVR

Zum Prinzenpaar der Jenaer Karnevalsgala wurden Tina und Ronny gekürt. Vor der Proklamation wurde an deren närrische Hochzeit, am 11.11.2011 um 11:11 Uhr, auf dem Jenaer Marktplatz, erinnert. Daran waren die Mitglieder der Gala um Präsident Klaus Kerzel und Ehrenpräsident Rüdiger Grunow nicht ganz unschuldig. Die Prinzessin saß allerdings den größten Teil des Abends allein in der hoheitlichen Loge. Ihr Ronny war als Tänzer der Funkengarde unterwegs.

Ordensträger aus Stahlprofil

Das Publikum wusste aus der Presse bereits, dass der diesjährige Ordensträger des Preises: "Die lächelnde Linse", der US-amerikanische Künstler Frank Stella, nicht persönlich erscheinen konnte. So wurde kurzerhand der Oberbürgermeister der Stadt Jena, Dr. Albrecht Schröter, zum Boten erkoren. Der OB wurde von den Funken mit einem Tanz  zum Titel: "Wenn die Wunderkerzen brennen" auf die Bühne geleitet. Beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt, soll der Preis endgültig an den, bei den Jenaern wegen seiner "Schrott"-Skulpturen für kontroverse Diskussionen sorgenden Zigarrenraucher, übergeben werden. In die Fußstapfen von Meister Stella, begab sich der Conny vom KVR. Mit seinem Schweißgerät, gestaltete der Nachwuchskünstler eine ganz spezielle Aufhängung für den Orden. Keine "leichte" Aufgabe für Albrecht Schröter an diesem Abend.

Jodelnde Cowboys

"Sieht sie 'nen Cowboy fängt sie an zu jodeln", mit dieser Mucke wurde wieder einmal ein bayrischer Stimmungshit von Choreografin Susi Hilgenfeld tänzerisch umgesetzt. Mit farbenfrohe Dirndeln und Cowboyoutfit war auch dieser Tanz ein echter Hingucker.

Ein besonderer Dank gilt allen fleißigen Helfern vor und hinter der Bühne. Ein Kompliment geht an unserer Gunni, die für das komplette Programm der Jenaer 13. Karnevalsgala verantwortlich war. Natürlich funktioniert die Gala nicht ohne die andern Karnevalvereine der Stadt. Alle Programmpunkte hier zu erwähnen, würde den Rahmen des Beitrages sprengen. Wer die Veranstaltung in diesem Jahr verpasst hat, ist hiermit herzlich zur 14. Auflage im kommenden Jahr eingeladen!